DVV-Volleyball-P​okalfinals

HalleWestfalen. Diese Partie hätten sich wohl viele Volleyballfans als Paarung für das DVV-Volleyball-Pokalfinale in HalleWestfalen am 03. März 2013 gewünscht. Doch das Los entschied, dass einer der Titelfavoriten bereits im Achtelfinale ausscheiden muss. Im Spitzenspiel der Runde der letzten 16 trifft Vize-Meister und -Pokalsieger Generali Haching am Mittwochabend auf den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys (19.30 Uhr/DVL-Live.tv).

Jeder der beiden Spitzenklubs hat den Pokal bereits dreimal gewonnen – dennoch könnte die Erfolgsbilanz beider Klubs in den vergangenen Jahren unterschiedlicher kaum sein. Während Haching in den vergangenen vier Spielzeiten jeweils im Pokal-Endspiel stand und von 2009 bis 2011 den Titel-Hattrick schaffte, erreichten die Berliner zuletzt in der Saison 2004/05 das Finale.

Die Berliner Titelgewinne aus den Jahren 1994, 1995 und 2000 datieren noch aus einem anderen Volleyball-Zeitalter. Erst seit 2006 werden die DVV-Pokalfinals im ostwestfälischen GERRY WEBER STADION ausgetragen und haben sich dort zum nationalen Höhepunkt mit fünfstelligen Zuschauerzahlen entwickelt. Nun wollen auch die Berliner endlich einmal diese einmalige Atmosphäre kennenlernen. „Pokalspiele sind etwas anderes als Ligaspiele, es geht um alles oder nichts. Es wird schwer werden, aber wir fahren mit dem Ziel nach Unterhaching, in die nächste Pokalrunde einzuziehen”, sagt BR-Volleys-Trainer Mark Lebedew.

Lebedews Wunsch ging nach hinten los

Doch dafür müssen die Berliner nicht nur Haching, sondern auch den Pokalfluch der vergangenen Spielzeiten besiegen. 2011/12 und 2010/11 war für die Hauptstädter jeweils im Viertelfinale nach 0:3-Niederlagen Endstation. Gegner in beiden Spielen: Berlins Pokalschreck Generali Haching. In den Jahren zuvor waren die Männer in Orange gegen Friedrichshafen, Moers und Düren aus dem Wettbewerb geflogen. „Nachdem wir in den letzten Jahren jeweils schon im Viertelfinale auf Haching gestoßen sind, habe ich mir nur gewünscht, dass das in dieser Saison nicht wieder passiert”, erzählt BR Volleys Coach Mark Lebedew schmunzelnd. „Das hätte ich lieber sein lassen sollen. Denn wie sagt ein chinesisches Sprichwort: Pass auf, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.”

Haching wird mindestens ebenso motiviert in das Topspiel gehen wie die Berliner, denn die vergangenen drei Duelle in der Liga – darunter das entscheidende Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft – haben die Volleys allesamt für sich entschieden. Zuletzt gewannen die Berliner beim Gastspiel der Hachinger in der Münchner Olympiahalle am zweiten Spieltag der laufenden Saison mit 3:2. „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können. Trotzdem – der Sieg in München hat uns natürlich Selbstbewusstsein gegeben”, sagt Lebedew. Mit 8:0 Punkten führen die Berliner die Liga vor Haching (6:2) an.

Friedrichshafen geschwächt gegen die Netzhoppers

Noch erfolgreicher im Pokal als Haching ist der VfB Friedrichshafen. Der Titelverteidiger konnte bereits elf Mal triumphieren – zuletzt beim Finale 2012 gegen Generali Haching. Am Mittwochabend gastieren die Netzhoppers KW-Bestensee im zweiten reinen Bundesligaduell des Achtelfinales beim Rekordpokalsieger.

Bislang jedoch präsentierten sich die Friedrichshafener in der Liga nicht so dominant wie in den vergangenen Jahren. Am vergangenen Samstag hätte sich das Team von Trainer Stelian Moculescu beim 3:2 gegen CV Mitteldeutschland um ein Haar die zweite Saisonniederlage eingefangen. Dazu muss Moculescu nun auf Außen-Annahme-Akteur Idi verzichten. Wegen einer Verletzung im Sprunggelenk fehlt der Führungsspieler voraussichtlich 14 Tage. „Ein guter Spieler fällt aus“, sagt Stelian Moculescu. „Klar freue ich mich da nicht – jedoch müssen wir jetzt mit den anderen arbeiten. Vor allem die jungen Spieler bekommen die Möglichkeit sich zu präsentieren.”

Ostderby und Südwest-Duell

Die übrigen sechs Erstligisten sind bei Zweitligateams zu Gast, die alle auf die Sensation hoffen. Im Ostderby stehen sich Süd-Zweitligist L.E. Volleys und CV Mitteldeutschland gegenüber. Die Leipziger kassierten am Wochenende die erste Niederlage der Saison gegen die TG Rüsselsheim. Die Hessen empfangen im Südwest-Duell den TV Rottenburg. Der Moerser SC gastiert beim TuS Durmersheim.

Die Kieler Eagles, derzeit Tabellenletzter der 2. Liga Nord, empfangen den entthronten Bundesliga-Tabellenführer evivo Düren. SVG Lüneburg mit Trainerin Sylvia Roll hat Erstliga-Aufsteiger VC Dresden zu Gast und der Rumelner TV bekommt es mit Bundesliga-Fehlstarter TV Ingersoll Bühl zu tun.

Die Auslosung der Viertelfinalspiele findet am 10. November nach dem Bundesligaspiel zwischen Wiesbaden und Aachen statt und wird auf DVL-live.tv übertragen. Die Lose zieht DVV-Ehrenpräsident Werner von Moltke.

Termine im DVV-Pokal Achtelfinale Männer

07.11.12 | 19:30 Uhr | Generali Haching – BR Volleys (DVL-live.tv)

07.11.12 | 20:00 Uhr | VfB Friedrichshafen – NETZHOPPERS KW-Bestensee

07.11.12 | 20.00 Uhr | Rumelner TV (Sieger West) – TV Ingersoll Bühl

07.11.12 | 20:00 Uhr | KMTV Eagles Kiel (Sieger Nord) – evivo Düren

07.11.12 | 20:00 Uhr | SVG Lüneburg (Sieger Quali NW-NO) – VC Dresden

07.11.12 | 20.00 Uhr | TuS Durmersheim (Sieger Süd) – Moerser SC

07.11.12 | 20:00 Uhr | TG Rüsselsheim (Sieger Quali SW-SO) – TV Rottenburg

07.11.12 | 20:00 Uhr | L.E. Volleys (Sieger Ost) – CV Mitteldeutschland

Weitere Pokaltermine

28. November 2012:   Viertelfinale

29. Dezember 2012    Halbfinale

03. März 2013:           Finale (GERRY WEBER STADION / HalleWestfalen)