Drehorgeln im Safaripark

Stukenbrock. Das hätte sich der König von Mallorca bestimmt nicht träumen lassen: statt in der Disse auf Malle erklingen seine Hits im Zoo Safaripark. Nicht mit Bums und jeder Menge Dezibel, sondern harmonisch, gespielt von Ferdis Drehorgelorchester aus Duisburg.

Zum Drehorgelfest im Safaripark (27. Juli 11 Uhr bis 29. Juli 15 Uhr) geben sich nicht nur die sechs Duisburger Laienkastenmänner ein Stelldichein. 30 Orgeln aus ganz Deutschland spielen im Park auf – von der antiken Bacigalupa, über die Kirmesorgel bis zum High-Tech-Orchester. Moritat, Marschmusik, Malle-Feeling: Mit Märschen eröffnen Ferdi Bischoff und seine Mannen am Freitag im Biergarten am Hollywood-Snack das Programm, unterstützt von einer Lyra samt Spieler. Und danach geht’s richtig rund. „Die Hölle morgen früh ist mir egal“, „Lebensläng-lich“,  „Wenn die Wunderkerzen brennen“ – Chartbreaker zum Mitsingen von Helene Fischer, Andrea Berg und Jürgen Drews.

Und noch ein ganz besonderes Lied hat Ferdi im Programm: „Auferstanden aus Ruinen“, die Nationalhymne der ehemaligen DDR. „Die fand der Wirt meiner Eckkneipe in Duisburg so schön“. Ob das auch in Stukenbrock gefällt? Ferdi Bischoff hat weder Bedenken noch Berührungsängste, schließlich hat er auch „Einigkeit und Recht und Freiheit“ auf der Walze.

Natürlich gibt’s auch für Nostalgiker was auf die Ohren: Moritaten von anno dazu-mal, gesungen, georgelt und illustriert mit Bildtafeln. Eben von jenem Sabinchen, das ein Frauenzimmer war, der Schwäb‘schen Eisenbahne, und dem Mariechen, das weinend im Garten saß. Augen- und Ohrenschmaus.

Nicht nur was fürs Gehör ist dann ganz sicher auch diese Rarität:  die wunderschöne Gebrüder Bruder Kirmesorgel aus dem Jahr 1925, liebevoll restauriert. Überall im Freizeitbereich spielen die Drehorgelmänner und – frauen auf.

Foto: Safaripark Stukenbrock