DLRG-Übung mit Einheiten aus gesamt OWL

DLRG BuerenPaderborn. Es war ein wunderschöner aber kalter Novembertag, an dem die Einheiten der DLRG im Bezirk Hochstift Paderborn und benachbarte Einsatzeinheiten zur gemeinsamen Übung nach Paderborn alarmiert wurden. Insgesamt eilen elf Boots- und Tauchtrupps aus Brakel, Peckelsheim, Büren, Paderborn, Lippstadt, Soest und Gütersloh in die Paderstadt. Die Führung übernimmt er Führungstrupp aus Warburg unter Zugführer Daniel Menne (DLRG Brakel) und Zugtruppführer Christpoh Dirkes (DLRG Natzungen).

Die angenommene Lage für die Retter war eine Hochwasserwelle nach starker Schneeschmelze und Starkregenfällen im Sauerland. Um 8:35 Uhr fordert das erste Szenario im Besonderen die Sanitätskräfte der DLRG. Am Heinz-Nixdorf-Museums-Forum (HNF), dem größten Computermuseum der Welt, wurde fiktiv eine Zeltstatt für Evakuierte errichtet. Eine starke Windböe hat Zelte in Personengruppen geweht, so dass Verletzte versorgt und für den Transport durch den Rettungsdienst vorbereitet werden mussten.

Bereits um 11:05 Uhr rollte die Fahrzeugkolonne in Richtung Waldsee Schloss Neuhaus. Die Wasserretter hatten die Suche nach Personen aus einem gekenterten Boot sowie dem Boot selbst zu meistern. Dazu wurden die vier Hochwasserboote zu Wasser gelassen und Einsatztaucher eingesetzt. „Auch wenn die Übung insgesamt gut verlaufen ist, haben wir leider das real vor ca. 10 Jahren gesunkene Boot nicht finden können. Aber das eigentliche Ziel, nämlich das reibungslose Zusammenspiel der Einheiten hat gut funktioniert und wir konnten eine Menge für zukünftige Einsätze lernen“ zieht Zugführer Daniel Menne Bilanz.

Im gleichen Augenblick wird er von der Alarmmeldung überrascht, dass 10 Personen über den Wasserweg vom anliegenden Campingplatz evakuiert werden müssen. Die sofort eingesetzten Bootstrupps eilen zur Hilfe, registrieren die durch DLRG-Darsteller imitierten Betroffenen und bringen sie an das rettende Ufer. Besondere Obhut forderten Darsteller, die Blinde imitierten. Um gute 16:00 Uhr hieß es dann Übungsende. Das THW Paderborn unterstützte mit einem geländegängigen Fahrzeug und einer Seilwinde beim slippen aus dem schwerzugänglichen Uferbereich des Sees.

DLRG2Zufrieden zieht Dirk Kleeschulte von DLRG Büren, Referent für Katastrophenschutz im DLRG Bezirk Hochstift Paderborn und Übungsorganisator Bilanz. „Das wir in dieser Form mit Einheiten aus gesamt OWL und dem THW üben konnten stärkt die Zusammenarbeit für die Wasserrettung. Die DLRG konnte ihre Schlagkraft für Wassernotfälle jeder Art eindrucksvoll unter Beweis stellen.“ Dabei profitieren die DLRG-Einheiten kaum von öffentlichen Geldern. Kleeschulte weist darauf hin, dass die Wasserretter ihr Equipment komplett aus Spenden und selbst erwirtschafteten Geldern finanzieren. Er wünscht sich hier mehr Unterstützung für die hoch motivierten und leistungsfähigen Einheiten der DLRG.

BU-1: (Foto: Dirk Kleeschulte) Helfer der DLRG Büren versorgen einen Betroffenen.

BU-2: (Foto: Dirk Kleeschulte) Provisorisch eingerichtete Verletensammelstelle am HNF.

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