Bündnis für Erziehung seit zehn Jahren erfolgreich

Diplom-Psychologin Christina Kefalidis nahm die Akteure des Gütersloher Bündnisses für Erziehung in ihrem Vortrag mit auf eine rasante Fahrt auf dem „Highway der Erziehung“. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). „Willkommen auf dem Highway der Erziehung“. Die Diplom-Psychologin Christina Kefalidis nahm die Akteure des Bündnisses für Erziehung mit auf eine rasante Reise durch die Geschichte der Generationen. Damit stellte sie das Thema „Starke Eltern – starke Kinder“ in den Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der Bürgermeisterin Maria Unger als Schirmherrin des Gütersloher Bündnisses für Erziehung anlässlich des zehnjährigen Bestehens in der letzten Woche in die Zentrale der Volksbank eingeladen hatte.

Referentin Kefalidis, die als Forschungsmitglied zur Evaluation der Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“ an der Fachhochschule Köln tätig ist, stellte dar, welche Bedürfnisse sich im Laufe der Jahre bei den einzelnen Familienmitgliedern entwickeln, und dass jeder die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen müsse. Nur so könne Erziehung erfolgreich sein. Ob als Paar, als Eltern oder schließlich als Großeltern, jeder müsse auf sich selbst achten. „Eltern brauchen Zeit für sich selbst“, beschreibt Kefalidis die Voraussetzung für starke Eltern, die Kraft für die Erziehung haben.

Zahlreiche Kurse unter dem Titel „Starke Eltern- Starke Kinder“ wurden im Rahmen des Bündnisses für Erziehung bereits in Kindertagesstätten und Schulen durchgeführt. Die Kurse sind nur ein Projekt des im Jahre 2002 gegründeten Bündnisses, das sich außerdem für den Ausbau der Kooperationen von Kindertageseinrichtungen mit Grundschulen sowie der flächendeckenden Einführung eines sozialen Frühwarnsystems einsetzt. Auch die Einführung von Erziehungspatenschaften in Kindertageseinrichtungen kann als Erfolgsmodell gelten. In 42 von 46 Kindertagesstätten wird diese Anlaufstelle inzwischen angeboten. Auch an den Grundschulen findet inzwischen flächendeckend eine Beratung statt.

Lebendig ist das Bündnis für Erziehung durch seine aktiven Mitstreiter. Unger bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren, die zur Umsetzung der Projekte beigetragen haben und mit neuen Ideen das Bündnis beleben. Zum Beispiel mit dem neuen Projekt Geocaching gegen Rechtsextremismus, der Reisenden Elternschule oder auch den Erziehungskursen, die speziell für Großeltern angeboten werden.