Bundestagsabgeordnete besuchen die Agentur für Arbeit Bielefeld

Bielefeld. Ende Juni besuchten die Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner (SPD), Ralph Brinkhaus (CDU) und Heiner Kamp (FDP) die Agentur für Arbeit  Bielefeld. In einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer der  Arbeitsagentur, Thomas Richter, wurden aktuelle Informationen zur Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt erörtert.

Die Arbeitslosigkeit liege weiterhin unverändert unter Vorkrisenstand, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei zwar nicht so positiv wie im Vorjahr, jedoch weiterhin auf einem guten Niveau. Auch die Unterbeschäftigungsquote sei stark gesunken. So führte Thomas Richter in das Gespräch ein.

Doch nicht nur die aktuellsten Statistiken wurden besprochen. Mehr Dienstleistungsbetriebe würden – in Ergänzung des heimischen produzierenden Gewerbes – die Arbeitsmarktsituation in der Region zusätzlich entspannen, darin waren sich die Politiker mit der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bielefeld bei ihrem Gespräch einig. Großen Raum nahm bei dem Austausch auch die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ein. Wichtig sei es zunächst einmal diejenigen zu fördern, die gerne arbeiten wollen, es aber derzeit aus den unterschiedlichsten Gründen nicht können. Hier stecke ein großes Potential an Fachkräften für die Zukunft. Unter anderem müssen in den Sektoren Berufskraftfahrer, Gesundheits- und Sozialberufe Qualifizierungen vorgenommen werden, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang sprach der Bielefelder Agenturchef mit Brandner, Brinkhaus und Kamp auch über die Instrumentenreform der Agentur für Arbeit. Hier gab es zum 01.04.2012 mehrere Änderungen. Zum einen wurden die gesetzlichen Regelungen zu den Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung modifiziert und zum anderen beim Gründerzuschuss. Auch bei Maßnahmen der Berufswahl und Berufsausbildung gab es zum 01.04.2012 Änderungen.

Angesprochen auf das Projekt „Erfolgreich in Ausbildung“ im Kreis Gütersloh bestätigte die Agentur für Arbeit Bielefeld, dass sie ab 2013 die Ko-Finanzierung nicht mehr übernehmen könne. Auch in 2013 werde sie aber durch verschiedene Maßnahmen, wie die Berufseinstiegsbegleitung, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, ausbildungsbegleitende Hilfen und außerbetriebliche Berufsausbildung, weiterhin ihrem Auftrag umfassend nachkommen, Jugendliche vor und während der Ausbildung zu unterstützen.

Im weiteren Verlauf des Gespräches wurden die Situation der lokalen Schleckermitarbeiterinnen und die Angebote der Agentur für Arbeit thematisiert. Durch die zweite Entlassungswelle kommen, nach ersten Meldungen der Zentrale, 118 weitere Arbeitslose in Bielefeld und im Kreis Gütersloh zu den bereits 69 gemeldeten hinzu.

BU: v. l.: Klaus Brandner, Ralph Brinkhaus, Thomas Richter, Heiner Kamp
Foto: Agentur für Arbeit Bielefeld