Brücke über die Altenau wieder technisch fit und für Verkehr freigegeben

Kreis Paderborn (krpb). Zufriedene Gesichter in Lichtenau-Henglarn: Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten an dem beliebten, historischen Brückenbauwerk über die Altenau ist die 120 Jahre alte Brücke für die Zukunft gewappnet. „Die Ortsdurchfahrt ist ab sofort wieder ohne Einschränkungen passierbar“, sagte Landrat Manfred Müller bei der Verkehrsfreigabe. 

120 Jahre hat die Brücke über die Altenau auf dem Buckel. Und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Um die Dauerhaftigkeit der Konstruktion für kommende Jahrzehnte zu gewährleisten und eine Ausweitung bereits vorhandener Schäden zu vermeiden, starteten vor rund acht Wochen im Ortskern die Sanierungsarbeiten.

Dass die Henglarner Brücke in ihrer bekannten Form erhalten bleiben muss, darüber waren sich sowohl die Dorfbewohner, der Heimatverein als und auch die Stadtverwaltung Lichtenau und der Kreis Paderborn einig. „Unser Ziel war es, das Bauwerk für die nächsten Jahrzehnte technisch fit zu machen“, erklärt Michael Rüngeler, stellvertretender Leiter des Kreisstraßenbauamtes, die Arbeiten.

Erstmalig im vergangenen Herbst setzten sich deshalb alle Beteiligten an einen Tisch, um das „Großprojekt“ in Henglarn zu besprechen. So stand nachfolgend aufgrund  der Veränderung der Bauwerksabdichtung z.B. auch die Einengung der Fahrbahn von 6 m auf 5,5 m auf der Tagesordnung. Selbst bei der Abstimmung über die Optik des neuen Brückengeländers, die Auswahl des Belags für die Brückenkappen oder die einzurichtenden Sperrzeiten der Kreisstraße waren alle Beteiligten gefragt.

„Gemeinsam haben Sie das Großprojekt „Henglarn“ innerhalb kürzester Zeit erfolgreich gestemmt“, lobte Landrat Manfred Müller  und Bürgermeister Dieter Merschjohann nun vor Ort die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, die in den letzten Wochen sowohl Versorgungsleitungen verlegten als auch Fräs- und Abdichtungsarbeiten ausführten.

Gleichzeitig dankte der Behördenchef mit Hinblick auf die eingerichtete Vollsperrung der Kreisstraße auch allen Dorfbewohnern für ihr Verständnis. Das Brückenbauwerk in Henglarn ist die Hauptzufahrtsstraße zwischen den Dörfern Henglarn und Etteln. Natürlich sei die Sperrung der K 20 schnellstmöglich wieder aufgehoben worden, dochmussten die Dorfbewohner dennoch rund sechs Wochen eine Umleitungsstrecke von 12 km in Kauf nehmen.

Sollten in den nächsten Wochen doch noch Bauarbeiter an der Brücke werkeln, dann ist das so gewollt. Denn „abschließende Arbeiten wie die Verzinkung des neuen Brückengeländers werden in Kürze noch ausgeführt. Eine Sperrung ist dafür aber nicht mehr erforderlich,“ erklärt Michael Rüngeler abschließend.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Ende Juli geplant.
Die Kosten für die Brückensanierung belaufen sich auf 190.000 €, die zu 100 % vom Kreis getragen werden.

 

Bildunterzeile:
Zufriedene Gesichter in Lichtenau-Henglarn: Schon bald schützt und stützt an dieser Stelle auch noch ein verzinktes Brückengeländer – (v.l.) Wilhelm Agethenvom Heimatverein Henglarn, Bürgermeister Dieter Merschjohann, Landrat Manfred Müller, Kreistagsmitglied Wolfgang Scholle, Reiner Glowienka von der Firma BIG (Baugesellschaft für Ingenieurbau Glowienka), Kreistagsmitglied Hans-Bernd Janzen, Heribert Müting vom Heimatverein Henglarn und Christian Harmsvom Ingenieurbüro Bockermann Fritze.

Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Paderborn