Breitenreiter: „Der SCP ist konkurrenzfähig“

Breitenreiter scpPaderborn (dn). Am Donnerstagnachmittag lud der SC Paderborn zur Pressekonferenz vor dem 14. Spieltag in der 1. Fußball-Bundesliga und bezog zu Beginn Stellung zur vieldiskutierten Torlinientechnologie: Da sich diese im Preis-Leistungs-Verhältnis nicht rechnen würde, habe man sich bereits beim DFL positioniert und die Fortführung des Videobeweises weiterhin angestrebt. Damit reiht sich der SC Paderborn mit vielen Klubs der Zweiten Bundesliga ein, für die die Anschaffung dieser  Technologie finanziell nicht möglich ist. Eine solche Technik würde den Verein mindestens 200.000€ kosten. Dennoch entschied die DFL ein paar Stunden nach der Pressekonferenz in Paderborn zugunsten der neuen Technik.

In Bezug auf das Spiel am Samstag betonte Trainer André Breitenreiter, dass der SC Freiburg in seiner Entwicklung dem SC Paderborn voraus sei und es deshalb kein leichtes Spiel werde. Freiburg sei in der Ersten Bundesliga fest etabliert und habe in den vergangenen Jahren eine tolle Entwicklung durchgemacht: „Sie sind ein Vorbild für uns besonders in der Infrastruktur, sowie als Mannschaft generell“ sagte Breitenreiter. Obwohl Freiburg das letzte Spiel verlor und in der Tabelle nun vier Plätze hinter dem SC liegt, schätzt Breitenreiter sie weiterhin als „brutal starken Gegner“ ein. Um dem etwas entgegensetzen zu haben, wurden abseits des Spielplatzes Techniken der Kicker schonungslos analysiert um eventuelle Mängel der Paderborner Elf zu erkennen, zu diskutieren und in der Konsequenz abzulegen. Auch gegen vermeintlich einfache Gegner muss jeder Punkt hart erkämpft werden, denn: „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. In jedem Spiel geht es um drei Punkte und somit ist jedes Spiel wichtig“ antwortete Breitenreiter auf die Frage wie erst man den Gegener sehen würde.

Die Anspielung einer möglichen Favoritenrolle in der Begegnung verneinte Breitenreiter: „Der SCP ist nie Favorit. Dennoch haben wir einen kompakten Kader und in den ersten 11 Spielen außergewöhliche Leistungen gezeigt. Der SC Freiburg ist eine starke Mannschaft, aber – genau wie wir – eine mögliche Abstiegsmannschaft. Wir wollen auf jeden Fall dagegen halten.“ Außerdem erinnerte der Cheftrainer noch einmal daran, dass man im vergangenen Jahr schon vor dem 2.-Liga-Abstieg stand und man in der heutigen Zeit schnell vergesse, wo man herkommt. Umso dankbarer sei er, aktuell noch gut mit dem Ziel „Klassenerhalt“ dazustehen.

Am kommenden Samstag wird der Mannschaft vermutlich der verletzte Mario Vrancic fehlen, der beim Spiel letzte Woche gegen Werder Bremen einen Schlag aufs Sprungelenk bekam und deshalb nicht an den darauffolgenden Trainingseinheiten teilnehmen konnte. Torwart Lukas Kruse, der ebenfalls einen Schlag abbekam, konnte hingegen wieder trainieren und wird für die Partie gegen Freiburg einsatzbereit sein. Karl-Heinz Rawert (Vorstandsmitglied der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold) und Bürgermeister Michael Dreier wünschten dem Trainer und seiner Mannschaft viel Erfolg für den kommenden Spieltag. Dreier: „Mein Tipp für Samstag ist 3:1. Paderborn ist stolz auf Euch.“

Das Spiel am Samstag ist bereits ausverkauft. Gerechnet wird mit 1.500 Gästen und wie immer sollten diese möglichst früh und öffentlichen Verkehsmitteln anreisen. Zum Spiel am 06.12 gibt es außerdem eine Nikolausaktion des SC Paderborn, in der 1000 Nikoläuse und 2000 Stutenkerle verteilt werden. Anstoß ist um 15.30 Uhr in der Benteler-Arena in Paderborn.

BU-1: (Foto: Johannes Falke) v.l.n.r. Karl-Heinz Rawert (Vorstandsmitglied der Volksbank PB-HX),  Bürgermeister Michael Dreier und SCP Trainer André Breitenreiter.