Blütenträume – Alter schützt vor Liebe nicht

blueten_1Bad Salzuflen. Sie sind im besten Alter, haben ein erfülltes Berufs- oder Familienleben hinter sich und wollen sich jetzt noch einmal so richtig verlieben: die Protagonisten aus Lutz Hübners Schauspiel „Blütenträume“, das in der städtischen „Schauspiel“-Reihe am Freitag, 9. Mai, um 19.30 Uhr im Kur- und Stadttheater an der Parkstraße in Bad Salzuflen unter der Regie von Kay Neumann in einer Produktion des Euro-Studios Landgraf aufgeführt wird. So ergreifen sie die Initiative und schreiben sich kurz entschlossen bei der örtlichen Volkshochschule für den „Flirtkurs Fünfundfünfzig plus“ ein. Doch mit den modernen Methoden der „Selbstvermarktung“, wie sie Flirtcoach Jan propagiert, sind sie nicht einverstanden.

All ihren Mut haben sie zusammengenommen die vier Frauen und drei Männer, die sich für den Volkshochschulkurs „Fünfundfünfzig plus“ angemeldet haben, um eine – wie auch immer geartete – Zweisamkeit zu finden. Kursleiter Jan versucht, seinen „Schülern“ in einem Flirt-Crashkurs mit neuesten Methoden Strategien zur Selbstvermarktung beizubringen: „Ihr seid das Produkt, das ihr verkaufen wollt“.
Sehr komisch zeigt Hübner, wie das Seminar schief geht – schief gehen muss, denn zu unterschiedlich sind die Lebensansichten von Jan und den Senioren. Der Kurs platzt. Aber sie wollen nicht aufgeben, ohne Jan treffen sie sich zu einer Abschlussfete, die zur Geburtsstunde einer neuen Idee wird. Beschwipst planen die gelernten 68er eine „Alten-WG“. Das zartbittere Stück endet verhalten optimistisch: Nicht die Alten-Wohngemeinschaft kommt zustande, doch vorsichtig bilden sich kleine Zweierbeziehungen, die beweisen, dass Alter nicht vor Liebe schützt…

Autor Lutz Hübner ist seit 1996 freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur in Berlin und inzwischen bekannt für sein umfangreiches und vielfältiges Stückerepertoire. Viele erfolgreiche Produktionen machten ihn zu einem der meistgespielten Gegenwartsdramatiker auf deutschen Bühnen. Seine Stücke sind in über ein Dutzend Sprachen übersetzt und werden auf der ganzen Welt gespielt.

Regisseur Kay Neumann erarbeitete seine erste Inszenierung am Hamburger Theater im Zimmer, war regelmäßig an verschiedenen Theatern tätig, unter anderem auch am Landestheater Detmold, wo er 2011 Roland Schimmelpfennings prämiertes Stück „Der goldene Drache“ inszenierte.

Zu den bekanntesten Fernsehgesichtern der Republik zählt die Schauspielerin Claudia Rieschel, die die Frieda spielt. Sie gehörte vier Jahre lang zum Ensemble des renommierten Theaters in der Josef-stadt in Wien, doch dann entschied sie sich für ein Leben als freischaffende Schauspielerin. Bald wurde sie auch für Film und Fernsehen entdeckt, und sie steht seit fast 35 Jahren mehrmals im Jahr für große Projekte vor der Kamera. Michael Altmann (Ulf) studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zahlreiche Engagements führten ihn an die großen renommierten Schauspielhäuser der Republik. Daneben hat er sich zu einer festen Größe im deutschen Fernsehen entwickelt. Sie wirken in einem ausgewogenen Ensemble mit Michael Derde, Renée Zalusky, Saskia Valencia, Hans-Peter Deppe, Antje Cornelissen und Armin Sengenberger.

Karten im Vorverkauf zu 14 bis 26 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/183-200, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.