Bielefelder Frauen: Ein Teil Geschichte

Bielefeld (bi). Am Donnerstag, 19. September, um 17 Uhr stellt Karin Koenemann im Historischen Museum in einem Vortrag zwei Bielefelder Frauen vor, von denen eine ein echter „Star“ war, während die andere eher im Verborgenen wirkte.

Sophie Crüwell (1826-1907) kam aus einem musikalischen Elternhaus und erhielt eine professionelle Gesangsausbildung. Sie gab 1847 ihr Debut in Venedig und feierte dann in London und Paris Triumphe. Besonders die Gesangspartien in Opern von Giuseppe Verdi begründeten ihren Ruhm. Die „Crüvelli“ gab ihre Karriere jedoch zugunsten einer Heirat mit einem französischen Grafen auf und trat dann nur noch zu wohltätigen Zwecken auf.

Lotta Steinhaus (1878-1944) kann als Begründerin der Stadtbibliothek  Bielefeld gelten. Diese geht auf einen Lesehallenverein mit angeschlossener Volksbibliothek zurück, der 1905 in das frühere Rathaus am Alten Markt umzog. Die ausgebildete Bibliothekarin Steinhaus nahm dort ihren Dienst auf und baute eine echte öffentliche Bücherei auf. 1913 übernahm die Stadt das Institut, das Lotta Steinhaus bis 1938 leitete.