Bezirksschornsteinfegermeister überbringen traditionelle Neujahrsgrüße

schornsteinfeger01Kreis Paderborn (krpb). Schwarzer Anzug mit goldenen Knöpfen, den Kehrbesen über die Schulter und Zylinder auf dem Kopf: Als Deko-Figur auf Blumentöpfen oder auch ganz süß in Marzipan werden sie verschenkt und sollen vor allem eines bringen: Glück. Alle Jahre wieder treffen sich die echten Glücksbringer vom Dienst an einem Ort, um ihre guten Wünsche für das neue Jahr dem Landrat und Bürgermeister, stellvertretend für die Menschen im Paderborner Land, zu überbringen. Die Bezirksschornsteinfegermeister trafen sich in diesem Jahr vor dem Theater in Paderborn, um Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Heinz Paus ein Stück vom Glück mit auf den Weg zu geben.

Glück bringen soll es auch, wenn man die Schornsteinfeger berührt. So richtig überprüfen lässt sich das zwar nicht. Aber Glück hatten die Männer in Schwarz zumindest selbst, da der scharfe Wind des Wettbewerbs ihnen nichts anhaben konnte. Die meisten Kunden sind geblieben. Trotz des Wegfalls des Schornsteinfeger-Monopols zum 1. Januar 2013. Dass kaum jemand wechselte, ist für Landrat Manfred Müller nicht verwunderlich. Denn Qualität und Erfahrung würden sich durchsetzen, hatte sich Müller Anfang des vergangenen Jahres optimistisch gezeigt. Der Landrat stellte erneut den Wandel und Aufgabenzuwachs in diesem traditionellen Handwerksberuf heraus. So seien sie nach wie vor für den Brand- und die Betriebssicherheit zuständig. Schornsteinfeger seien jedoch zunehmend auch ein Glück für die Umwelt: Denn sie beraten neutral und unabhängig, wo Energie eingespart werden und damit letztlich auch die Haushaltskasse geschont werden könne.

Das Glück lächelte wohl auch in der Vergangenheit von den Dächern Paderborns: Bürgermeister Heinz Paus stellte die moderne Entwicklung der Bischofs- und Universitätsstadt heraus. Sie wachse weiter und sehe sich für die Zukunft gut aufgestellt.

Optimistisch in die Zukunft blickt auch Andreas Reiser, Vorsitzender der Kreisvereinigung Paderborn der Schornsteinfeger-Innung. Handwerkskönnen, Erfahrung und der vertrauensvolle Kontakt zum Kunden würden sich auch weiter durchsetzen. Reiser hat das auch schwarz auf weiß: 25 der insgesamt 26 Schornsteinfegerbetriebe der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger im Kreisgebiet lassen sich bereits seit 2001 freiwillig und erfolgreich zertifizieren. Sie erfüllten und erfüllen die Vorgaben nach dem Qualitätssicherungssystem des Schornsteinfegerhandwerks nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) sowie DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement. Geschafft haben die Betriebe auch dieses Mal die erneute Überprüfung. Landrat Manfred Müller überreichte vor dem historischen Rathaus die Urkunden mit dem Gütesiegel des TÜV Rheinland an die Bezirksschornsteinfegermeister. „Wir liefern weiter Qualität“, versicherte Reiser und sagte mit Blick in die Region: „Bleiben Sie glücklich“.

Bildunterzeile schornsteinfeger1.jpg:

Ein Stück vom Glück im Paderborner Land – Andreas Reising (vordere Reihe, siebter von links), Vorsitzender der Kreisvereinigung Paderborn der Schornsteinfeger-Innung, und die Bezirksschornsteinfegermeister zu Gast in Paderborn

Landrat Manfred Müller (vordere Reihe, ganz links), Bürgermeister Heinz Paus, ganz rechts im Bild), Kreisordnungsamtsleiter Herbert Temborius (dritter von links), Marlies Trachternach (vierte von links) sowie (neben ihr) Heiner Bühlbecker( beide Kreisordnungsamt Paderborn) nehmen gern und stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger die guten Wünsche für das neue Jahr entgegen

Foto: Kreis Paderborn