Beteiligung an der beruflichen Weiterbildung in OWL gesunken

PHOMAX_03_2014_03Bielefeld. „Im vergangenen Jahr beteiligten sich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kursen und Seminaren der wirtschaftsnahen Weiterbildung in OWL als im Vorjahr“, fasst Ortwin Goldbeck, Vorstandsvorsitzender des Bildungswerks der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft (BOW) e. V. und Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, die Entwicklung des vergangenen Jahres zusammen. Die jüngste BOW-Jahresstatistik zeige an, dass die Anzahl der Teilnehmer/innen sich zwar unverändert auf hohem Niveau bewege, jedoch in 2013 um 11 Prozent gesunken sei, so Goldbeck weiter. In diesem Zeitraum beteiligten sich 31.064 Beschäftigte überwiegend hiesiger Unternehmen an 2.433 Kursen und Seminaren in den BOW-Mitgliedseinrichtungen.
„Wir führen dieses Ergebnis im Wesentlichen auf volle Auftragsbücher im wirtschaftsstarken Ostwestfalen zurück. Diese gute Auslastung ist natürlich grundsätzlich sehr positiv, sie birgt strategisch gesehen in Seiten eines allgemeinen Fachkräftemangels jedoch gleichzeitig eine gewisse Gefahr, zu wenig Vorsorge für die Zukunft zu treffen.“ führt BOW-Geschäftsführerin Regina Westerfeld aus. Zur Investition in Personalentwicklung bzw. eigenes lebenslanges Lernen ermuntere daher zum Beispiel auch das Land NRW mit dem Förderprogramm „Bildungsscheck“, dessen Förderhöhe auf bis zu 2.000,– € erhöht worden sei.
Das BOW ermittelt jährlich die Statistiken zur wirtschaftsnahen Weiterbildung in OWL und veröffentlicht diese nach festgelegten Kategorien. 35 % der durchgeführten Kurse fanden als Firmenschulungen in Unternehmen statt. Die abschlussbezogenen Aus- und Weiterbildungen besuchten 19 % der gesamten Teilnehmenden (5.901), dazu gehörten z. B. auch die Vorbereitungskurse auf Meisterprüfungen im Handwerk und in der Industrie. Diese Seminare würden gut angenommen, da sie zusätzlich gefördert werden und einen positiven Karriereweg ermöglichen. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Studierenden im wirtschaftsnahen Bereich um 34 %. Dies ist unter anderem auf den in 2013 doppelten  Abiturjahrgang zurückzuführen. Ein starker Rückgang an Kursen zeigte sich im Bereich der öffentlich finanzierten Maßnahmen, die sich überwiegend an Arbeitsuchende richten.
Das BOW ist der größte freiwillige Zusammenschluss wirtschaftsnaher Verbände und Bildungseinrichtungen in Ostwestfalen-Lippe. Mitglieder sind die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen und Lippe, die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, alle Kreishandwerkerschaften in der Region, die Arbeitgeber- und Unternehmerverbände, namhafte Bildungsträger wie AGW, Minden DEKRA- und TÜV NORD Akademie, Bielefeld, MACH 1, Herford, sowie FHM und HBZ Brackwede aus Bielefeld,  die IHK-Akademie Ostwestfalen sowie das InBIT Institut,  b.i.b.,  FHdW und tbz aus Paderborn. Mit 27 Mitgliedseinrichtungen vertritt es wirtschaftsnahe bildungspolitische Interessen, macht sich für die Fachkräfteentwicklung stark und sorgt für Transparenz in der beruflichen Weiterbildung durch die Veröffentlichung aller Kurse und Seminare der BOW-Mitgliedseinrichtungen.

Kontakt: Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft – BOW e. V., Regina Westerfeld, Detmolder Str. 18, 33604 Bielefeld, Tel.: 0521 787166-0, Fax: 0521 787166-9, E-Mail: info@bow.de, Internet: www.bow.de