Bereicherung Wiedenbrücker Schule-Museum

Miniatur der Fürst von Kaunitz-Statue bereichert Wiedenbrücker Schule-Museum
 
 Museumsleiterin Christiane Hoffmann und Denkmalpfleger Klaus Stephan freuen sich, dass die Statue von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz einen würdigen Platz im Wiedenbrücker Schule-Museum bekommen hat. Hoffmann hält ein Porträt von Franz Georg Goldkuhle, einem Freund des Schenkers Caspar von Zumbusch.


Museumsleiterin Christiane Hoffmann und Denkmalpfleger Klaus Stephan freuen sich, dass die Statue von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz einen würdigen Platz im Wiedenbrücker Schule-Museum bekommen hat. Hoffmann hält ein Porträt von Franz Georg Goldkuhle, einem Freund des Schenkers Caspar von Zumbusch.

Rheda-Wiedenbrück. Das Wiedenbrücker Schule-Museum ist um eine bedeutende Statue reicher – die Gipsfigur von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz, dem wichtigsten Berater von Kaiserin Maria Theresia, ist vom Rathaus ins Museum umgezogen. Caspar Ritter von Zumbusch, der die Figur gestaltet hat, hatte persönliche Beziehungen nach Wiedenbrück. Von Zumbuschs Mutter lebte im Alter bei einer Verwandten in Wiedenbrück. Darüber hinaus war er mit dem Maler Franz Georg Goldkuhle befreundet. Als Professor an der Kunstakademie Wien schickte von Zumbusch seine Studenten zum praktischen Studium nach Wiedenbrück zu Goldkuhle. Als Zeichen der Verbundenheit und des Danks schenkte von Zumbusch der Stadt Rheda-Wiedenbrück 1908 eine Miniatur der Fürst von Kaunitz-Statue. Das Original aus Bronze ist Teil des Maria-Theresien-Denkmals in Wien. „Ich freue mich, dass die Figur nun einen angemessenen Platz im Wiedenbrücker Schule-Museum gefunden hat“, erklärt Klaus Stephan, städtischer Denkmalpfleger und bisheriger „Hüter“ der Gipsfigur. Christiane Hoffmann, Leiterin des Museums, ergänzt: „Mit der Statue schlagen wir den Bogen zu den europäischen bzw. internationalen Netzwerken der Wiedenbrücker Schule.“

 
Hintergrund
 
Mit dem Maria-Theresien-Denkmal sollte das größte freistehende Denkmal der Welt geschaffen werden und zur Verherrlichung Österreichs dienen. 1874 wurde Caspar Zumbusch (den Adelstitel erhielt er nach Fertigstellung des Denkmals) aufgefordert, einen Entwurf zum Maria-Theresien-Denkmal zu gestalten. Neben der Monarchin sollten auch ihre Minister, Heerführer und Gelehrten Platz finden. Nach 13-jähriger Bauzeit wurde das Denkmal am 13. Mai 1888 (zum Geburtstag der Kaiserin) eingeweiht. Das Monument ist 19 Meter hoch, die Figur der Kaiserin rund 6 Meter. Insgesamt wiegt es – inklusive der 29 freistehenden und Relieffiguren – 44 Tonnen. Das Denkmal steht auf dem Maria-Theresien-Platz an der Wiener Ringstraße.
 
Interessierte können sich die Statue während der Öffnungszeiten im Wiedenbrücker Schule-
Museum ansehen:
 
Mittwochs – 15 bis 18 Uhr
​Donnerstags, samstags und sonntags – 15 bis 17 Uhr
Das Museum hat auch an Fronleichnam, 31. Mai, geöffnet
 
Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück
Anzeige Spiekenheuer-Logo_468x60