BeautyDay – Perspektive Schönheit

Domizil 106 (1)Kreis Lippe. Unter diesem Motto hatte die Bürgerstiftung Detmold in Kooperation mit dem Jugendzentrum „Domizil“ der Stadt Detmold zu  einer Veranstaltung der Berufsorientierung eingeladen. Auf Initiative von Traudel Kayser, Koordinatorin der Freiwilligenagentur der Bürgerstiftung, und unter der Organisation von Ina Brand und Beate Eschmann, pädagogische Mitarbeiterinnen des Domizils, fand aufgrund der positiven Resonanz der BeautyDay zum ersten Mal auch in den Räumen des Domizils statt. Hier konnten junge Frauen und Mädchen in verschiedene Aspekte der Berufe rund um die Schönheit Einblick erhalten. Auch für das leibliche Wohl war in diesen Stunden gesorgt; gab es doch aus der hauseigenen Küche unter emsiger Mithilfe von Steyrin und Sibelcan, sowie ihren Freundinnen Agnes und Anastasia frische Obstspieße und gebackene Waffeln.

Vorgestellt wurden den rund 35 Teilnehmerinnen an diesem Tag die Themen Haarverlängerung, dekoratives Make up und Nageldesign. „Der Beauty- und Wellnessbereich boomt nach wie vor“, so Claudia Herzog, Sozialpatin der Bürgerstiftung Detmold. Die Friseurmeisterin ist außerdem Sachverständige des Handwerks, studierte und zertifizierte Mediatorin, so wie Dozentin der Erwachsenenbildung. Als Organisatorin des BeautyDays ist sie mit zwei weiteren Kolleginnen der Friseur-Innung Detmold  Ansprechpartnerin und Fachfrau vor Ort. „Der Bedarf an Fachkräften im Handwerk ist vorhanden, daher ist es wichtig, auf eine fundierte Ausbildung zurückgreifen zu können.

Über vielfältige Weiterbildungsangebote, auch für Erwachsene mit Migrationshintergrund, besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Qualifizierung und somit Aufstiegsmöglichkeiten“, weiß Herzog aus ihrer langjährigen Erfahrung auf dem öffentlichen Bildungssektor. „So steht mit dem Erwerb des Meistertitels der Schritt in die Selbstständigkeit offen, ebenso der Zugang zu Hochschulen und Universitäten. Bildung und Beruf bringen Sicherheit und Eigenständigkeit; die Grundlagen für Akzeptanz, Integration und somit Teilhabe an unserer Gesellschaft“, resümiert Herzog. Angedacht ist der mittlerweile vierte BeautyDay als Maßnahme der Berufsorientierung. Die Zielgruppe sind junge Frauen und Mädchen, die auf der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz sind, und ihren Berufswunsch festigen möchten. Aus diesem Grund sind an diesem Tag auch Familienmitglieder, wie Mütter, Tanten, Schwestern oder Cousinen herzlich eingeladen. „“Wir möchten erreichen, dass der Berufswunsch der Mädchen einen breiten, familiären Rückhalt bekommt“, erklärt Claudia Herzog. Das wirkt unterstützend und fördert das Durchhaltevermögen während einer Ausbildung“, betont sie.

Die praktischen Seiten des Friseurhandwerks demonstriert sie Ihren Zuschauerinnen gleich an einem Modell; mit wenigen geübten Handgriffen verschweißt sie mit Hilfe einer Thermozange eine bunte Strähne in das Haar. “So schnell geht das“, freut sich Dunja mit ihrer Freundin Nadine, während Claudia Herzog ihr im Spiegel das Ergebnis präsentiert. Die farbenprächtige Veränderung wird auch sogleich von Katharina mit der Kamera eingefangen, die sich an diesem Tag für die Fotos zuständig erklärt hatte und  reichlich Motive vorfand.

Einen wichtigen Aspekt bei den Tätigkeiten des Friseurgewerbes stellt die Kundenberatung dar. „Du hast ein ovales Gesicht. Ich zeige Dir jetzt, wie du am besten das Rouge aufträgst. Möchtest Du Deine Lippen stärker betonen oder lieber ganz natürlich lassen?“ fragt Olga Jenus. Sie ist Friseurin und hat sich außerdem spezialisiert auf Kosmetik und Hochsteckfrisuren und weiß, worauf es beim Kundengespräch ankommt. Durch gezielte Fragetechniken ermittelt sie Pflegegewohnheiten und Kundenwünsche. Dann zaubert sie mit geübten Handgriffen an ihrem Modell Cane ein frisches Tages-Make up. „Jetzt kann ich mir viel mehr unter Kosmetik und Make up vorstellen“, so die junge Frau, die sich auch für einen Praktikumsplatz interessiert. „Es macht Spaß, den Mädchen und Frauen zu zeigen, welche Tätigkeiten es in meinem Beruf gibt. Sehr wichtig sind auch die möglichen Spezialisierungen; da kann man zum Experten in seinem Salon-Team werden“, erklärt ihr Olga Jenus.

Das sieht Joanna Podkowa auch so. Die angehende Friseurmeisterin besitzt ebenfalls mehrere Qualifikationen als Diplom- Nageldesignerin und Dozentin. „Die Beauty Days sind eine tolle Möglichkeit für die jungen Frauen, sich über die speziellen Ausrichtungen des Friseurhandwerks zu informieren.“ Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und zeigt den Teilnehmerinnen, wie man gekonnt Fingernägel gestaltet.“ Als Diplom- Nageldesignerin kannst Du Dich auch innerhalb eines Friseursalons selbstständig machen“, verrät sie der interessierten Nudem (Foto) auf deren Frage. “Während meiner Ausbildung hatte ich viel Unterstützung. Unter anderem von Frau Herzog. Sie hat mir in einer Detmolder Bildungseinrichtung zusätzlichen Förder- Unterricht erteilt“, erklärt sie. Aus eigener Erfahrung weiß Joanna  Podkowa: „Es ist wichtig, die jungen Menschen kompetent zu begleiten und sie dadurch in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern!“

Im Rückblick auf den Erfolg der letzten Beauty Days wird die Bürgerstiftung Detmold gemeinsam mit Claudia Herzog schon in Kürze wieder einen Beauty Day anbieten so Traudel Kayser von der Bürgerstiftung Detmold.

Bericht: Claudia Herzog (Sozialpatin der Bürgerstiftung Detmold)

Foto: Stadt Detmold