Auszeichnung für Autohaus Gaus

vordere Reihe: Thomas Richter, Daniela Gaus und OB Pit Clausen, hintere Reihe: die Auszubildenden Nicki Wolf, Daniel Thöne, Frederic Bergmann, Dimitrij Schlopnikov, Ausbildungsleiter Christian Blome, Martin Reimer und Alexander Niermann.

Bielefeld (rsc). Heute nahm Daniela Gaus, Geschäftsführerin das Autohauses Gaus, aus der Hand des Oberbürgermeisters Pit Clausen und des Leiters der Arbeitsagentur Bielefeld Thomas Richter die Auszeichnung für vorbildliche Nachwuchsförderung entgegen. Das Unternehmen leiste mit seinen 21 Auszubildenden unter den insgesamt 90 Mitarbeitern einen großen Beitrag zur Ausbildung der jungen Generation an Fachkräften.

Richter nannte als Kriterien für die Auszeichnung eine Gesamtbetriebsgröße von 20 bis 100 Mitarbeitern, einen Anteil von mindestens 20 Prozent an Auszubildenden und eine positive Entwicklung der letzten Jahre gemessen an den Auszubildendenzahlen. Das wirklich ausschlaggebende waren aber die Einstellungskriterien, die das Unternehmen an seine Auszubildenden anlege und die Zusammenarbeit in einem Netzwerk für Nachwuchsförderung. Richter lobte ein Projekt des Autohauses, das in Zusammenarbeit mit dem Rotaryclub Sparrenburg seit vier Jahren an der Hauptschule Heepen Langzeitpraktika für die Absolventen anbietet. Hauptschulabsolventen gehörten sonst eigentlich nicht zu den Qualifizierten, aber durch dieses Projekt hätte das Autohaus die Möglichkeit seine zukünftigen Auszubildenden kennenzulernen. „Es freut uns, dass Hauptschulabsolventen bei uns die Möglichkeit haben eine Ausbildung zu machen“, meinte Gaus. Richter betonte, es ginge nicht darum, Zahlen zu vermitteln, sondern Botschaften zu übermitteln, und das tue das Autohaus Gaus. Die Ausbildung von Nachwuchskräften sei allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit.

Oberbürgermeister Clausen dankte dem Autohaus für sein Engagement, das weit über seine Verhältnisse reiche: „Wir brauchen viel mehr Partner, die sich so einbringen wie Gaus.“ Das Ausbildungszertifikat mahne erstens an, dass Ausbildung Arbeitgebersache sei. Andere Unternehmen würden sich ein Beispiel an Gaus nehmen und zweitens lohne sich die Ausbildung junger Menschen für die Unternehmen, denn sie können die Auszubildenden kennenlernen und prägen bevor sie im Anschluss an die Ausbildung übernommen werden. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels sei ein Unternehmen wie Gaus umso wichtiger für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Bielefeld.

Foto: René Scharton