Ausstellung TrikotTausch zu fairen Textilien war gut besucht

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Schülerinnen und Schüler der Städtischen Gesamtschule und des Einstein-Gymnasiums präsentieren ihre fair gehandelten und fantasievoll gestalteten T-Shirts. (Foto: Der Veranstalter)

Rheda-Wiedenbrück. (pbm) Eine aufgeregte Schar Schülerinnen und Schüler der Städtischen Gesamtschule und des Einstein-Gymnasiums begrüßte kürzlich Bürgermeister Theo Mettenborg im Stadthaus in Wiedenbrück. Sie hatten das Thema Fairer Handel, Schwerpunkt Textilproduktion, im Unterricht behandelt und im Kunstunterricht weiße, fair gehandelte T-Shirts, phantasievoll gestaltet. Bei dem Termin im Stadthaus durften sie ihre Ergebnisse, neben T-Shirts informative Power-Point-Präsentationen und Plakate, den interessierten Zuschauern vorstellen. Die Veranstaltung war Teil der Ausstellung TrikotTausch von Vamos Münster e. V., welche über die Hintergründe der internationalen Sportbekleidungsproduktion informiert. Auch die Heidbrinkschule hatte sich an der Aktion beteiligt, konnte aber leider nicht zur Veranstaltung kommen.

Der Bürgermeister bedankte sich bei der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt, welche die Idee zur Ausstellung und dem Begleitprogramm hatte, und bei den jungen Akteuren sowie den Lehrern der Schulen. Sie unterstützen mit ihren Aktivitäten die Bemühungen der Stadt, den Fairen Handel bekannter zu machen und für das Thema zu sensibilisieren. Als Dank für die Präsentation erhielt jedes Kind eine Tafel Schokolade, fair gehandelt und in Bio-Qualität. Die T-Shirts konnten den Schulen dank der Sponsoren Via Nova, Kolpingstiftung Wiedenbrück und Kreissparkasse Wiedenbrück kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Auch zwei Klassen des Ems-Berufskollegs besuchten das Stadthaus. Für die angehenden Einzelhandelskaufleute bot die Ausstellung eine gute Möglichkeit, ihre Kenntnisse über Fairen Handel und die Hintergründe der Textilproduktion zu erweitern. Dass im Einzelhandel und bei den Supermärkten bzw. Discountern faire Produkte wie Kaffee, Schokolade und Orangensaft bereits zum Standardsortiment gehören, war Ihnen bewusst. Um zu zeigen, wie vielfältig das Angebot fairer Produkte inzwischen ist und was alles mit dem Fairtrade-Siegel in den Regalen steht, bekamen sie den Einkaufsführer der Stadt Rheda-Wiedenbrück ausgehändigt.

Großen Zulauf hatte der Vortrag von Thomas Veer, Fullservice Handelsgesellschaft (Produzent und Markeninhaber der Hemdenmarke Ben Green). Er berichtete aus Unternehmersicht über die Produktion in Asien. In den Betrieben, in denen er produzieren lässt, achtet er auf die Einhaltung von Mindeststandards, etwa Zeiterfassung, medizinische Versorgung, Verpflegung in einer Kantine. Er beauftragt regelmäßig unabhängige Kontrolleure. Und auch seine Großabnehmer lassen Kontrollen durchführen. Ihm ist Nachhaltigkeit wichtig. In der regen und fair geführten Diskussion zeigte sich, dass für den Fairen Handel im Zusammenhang mit Textilproduktion noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist. Ein verlässliches Label für Kleidung aus fairer Produktion würde sicher manchem Verbraucher den Einkauf erleichtern.

Am letzten Tag, kurz vor dem Abbau der Ausstellung, nutzten zwei Klassen der Osterrath-Realschule die Ausstellung, um sich zum Thema zu informieren. Sie hatten sich vorher im Unterricht darauf vorbereitet und dazu den Medienkoffer von Vamos Münster e. V. ausgeliehen.

Informationen zum Thema Fairer Handel gibt es in den Weltläden und bei Umweltberaterin Dorothee Kohlen, E-Mail: umwelt.rheda-wiedenbrueck@gt-net.de.