Ausbildungstour 2013 der IHK

Machten auf der Ausbildungstour Station auf dem Flugzeugpropeller-Windteststand für Gebäudefassaden im Schüco-Technikzentrum: Schüco-Chef Andreas Engelhardt, die Schüco-Auszubildenden und dualen Studenten Lukas Geppert, Tabea Holtz, Lukas Börner, Sabrina Buschmann, Alexander Zeiser, Marcel Kreisel, IHK-Präsident Ortwin Goldbeck und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff (v. l.).

Personalreferentin Isabell Hochwald, Schüco-Chef Andreas Engelhardt, die Schüco-Auszubildenden und dualen Studenten Lukas Geppert, Tabea Holtz, Lukas Börner, Sabrina Buschmann, Alexander Zeiser, Marcel Kreisel, IHK-Hauptgeschäftsführer Swen Binner, IHK-Präsident Ortwin Goldbeck und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff (v.l.).

Bielefeld (iw). Am 24.07.2013 fand die diesjährige IHK-Ausbildungstour bei der Schüco International KG und der Dr. Wolff-Unternehmensgruppe statt. Ortwin Goldbeck, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Bielefeld (IHK), sowie Thomas Niehoff und Swen Binner (beide IHK-Geschäftsführer) trafen sich mit den Verantwortlichen beider Betriebe zu einem Gespräch. Im Fokus dieses Treffens stand die Herausforderungen und Problematik des aktuellen Ausbildungsmarktes.

Seit 2008 gibt es bei der Schüco ein standardisiertes Auswahlverfahren. Die Bewerber werden an einem ausgewählten Tag von 8-17 Uhr eingeladen, um u. a. in Tests und Gruppenarbeiten ihr Können und ihre Motivation unter Beweis zu stellen. „Innerhalb einer Woche geben wir den Bewerbern dann die Rückmeldung in Form einer Zu- oder Absage“, erzählt Isabell Hochwald, Personalreferentin des Talentmanagements.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Auszubildenden“, betont Hochwald. Trotz der steigenden Bewerberzahlen hat Schüco jedoch Probleme Ausbildungsplätze sowohl im Bereich des technischen Systemplaners als auch des technischen Produktdesigners zu besetzen.

Mit daran Schuld ist möglicherweise der demographische Wandel, wodurch immer weniger junge Menschen eine Ausbildung absolvieren und stattdessen den Weg des Studiums wählen. „Wichtig ist es, die Schüler und Schülerinnen direkt am Gymnasium abzuholen und ihnen die Attraktivität der Ausbildungen vor Augen zu führen“, so Goldbeck. Andreas Engelhardt, Vorsitzender der Geschäftsleitung Schüco, fügt hinzu: „Ich bin ein großer Fan des dualen Ausbildungssystems.“ In diesem Zusammenhang denke Schüco darüber nach, arbeitssuchenden Jugendlichen aus Spanien und Osteuropa eine Perspektive in schwer zu besetzenden Ausbildungsberufen in Deutschland zu geben.

Insgesamt will das Unternehmen 2014 50 neue Ausbildungs- und duale Studienplätze in sämtlichen Arbeitsbereichen besetzen.

Ortwin Goldbeck, Eduard R. Dörrenberg, Arne Grünebaum, Carsten Heins, Christin Busche, Swen Binner, Kemal Bulut (v.l.)

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff, Präsident der IHK Ortwin Goldbeck, geschäftsführender Gesellschaft der Dr. Wolff-Unternehmensgruppe Eduard R. Dörrenberg, Azubi Arne Grünebaum, kaufmännischer Geschäftsführer der Dr. Wolff-Gruppe Casten Heins, Azubi Christin Busche,  IHK-Hauptgeschäftsführer Swen Binner und Azubi Kemal Bulut (v.l.).

Während Schüco im Marketing das Motto „be-to-be“ vertritt, geht es bei der Dr. Wolff-Unternehmensgruppe um das „be-to-see“. Die Unternehmensgruppe ist einer der bedeutendsten Familienunternehmen im deutschen Kosmetik- und Pharmamarkt. Eduard R. Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens sieht einen wichtigen Schwerpunkt im fremdsprachlichen Bereich. Für viele Auszubildende sei das Englische eine große Herausforderung. Doch die Zweitsprache gewinnt durch die Internationalität des Familienunernehmens, insbesondere im Industrie- und Kaufmännischen Bereich immer mehr an Bedeutung.

„Wir bieten Englisch-Intensiv-Kurse an, um die sprachlichen Defizite aufzuheben“, so Dörrenberg.

Doch auch bei der Dr. Wolff-Unternehmensgruppe gibt es Probleme bei der Besetzung bestimmter Ausbildungsbereiche. „Es ist schwierig, sachkundiges Personal für die chemische Pharmazie zu finden“, berichtet der Geschäftsführer Carsten Heins. Auch hier schlägt der Präsident der IHK vor, die Schüler und Schülerinnen direkt am Gymnasium abzuholen und ihnen insbesondere das duale Studium schmackhaft zu machen. Dieses bietet den Vorteil der Bezahlung und des direkten Bezugs zur Praxis.

Abschließend hält der geschäftsführende Gesellschafter mit Hinblick auf die Globalisierung und den immer besser ausgebildeten Mitarbeiter fest: „Die Vielzahl von langjährigen Mitarbeitern zeigt uns, dass dieser Weg der richtige ist.“

Text und Fotos: Ines Wollenteit