Arterienverkalkung und deren Folgen – ein lebensgefährliches Problem

S.03-CA-Dr.-SorgesHöxter/Corvey. Zum sechsten Arzt-Patienten-Seminar im Rahmen der  10. Corveyer Gesundheitsgespräche laden die AOK NordWest und die Spezialisten aus dem St. Ansgar Krankenhaus am Mittwoch, 12. März, um 17.00 Uhr in den Medienraum des Schlosses Corvey ein.
Diesmal stehen Risikofaktoren, die eine Arterienverkalkung im gesamten Körper begünstigen, im Brennpunkt.
Deren  Folgen, wie die Entwicklung von Herzinfarkt, Schlaganfall, Beinarterienverschlüssen, Nierenschwäche oder der der durch Gefäßverkalkung bedingten Demenzentwicklung wird der Referent, Chefarzt der Med. Klinik I,  Dr. med. Eckhard Sorges,  beleuchten. Gleichzeitig legt der erfahrene Mediziner Maßnahmen zur Vorbeugung sowie allgemeine Therapieempfehlungen dar.
Weiterhin berichtet der Kardiologe und Gefäßspezialist über die Veränderung an den Blutgefäßen, welche über viele Jahre entstehen und zunächst unerkannt verlaufen.
Die Gefäßwände verkalken, verlieren ihre Elastizität und der Gefäßdurchmesser verengt sich zunehmend. Die Folge ist, dass das Blut nicht mehr ungehindert und ausreichend fließen kann und somit die Organe schlecht durchblutet werden.
Arterienverkalkung ist bei vielen Menschen ein natürlicher Alterungsprozess. Es reichern sich vorrangig Blutfette und Entzündungszellen des Körpers in den Gefäßwänden an. Diese Ablagerungen wachsen und verhärten, man nennt sie Plaques oder allgemein Gefäßverkalkungen in den Arterien. Es gibt viele Faktoren, die diesen Prozess der Arterienverkalkung begünstigen und beschleunigen, so dass die an sich eher für das höhere Alter bestimmten Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen im Bereich der Becken- u. Beinarterien immer frühzeitiger auftreten.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind allgemein bekannt:
1. erhöhter Cholesterinspiegel
2. erhöhter Blutdruck
3. Diabetes mellitus
4. Nikotin
5. Übergewicht
6. erbliche Neigung

Neben diesen Hauptrisikofaktoren gibt es eine Vielzahl von weiteren Faktoren, die beachtet werden sollten. Hierunter zählen z.B. Bewegungsmangel und Stress, seltener z.B. Veränderungen der Gerinnung mit Neigung zu Blutgerinnseln. Die Wahrscheinlichkeit der Arterienverkalkung steigt, wenn mehrere dieser Faktoren zusammen vorkommen.
Neben der allgemeinen Aufklärung über die Risikofaktoren geht es im Vortrag um Vorbeugung und Therapiemöglichkeiten der Arteriosklerose. Was kann man persönlich tun? Welche Medikamente helfen? Welche persönlichen Maßnahmen sind sinnvoll?

„Das Fortschreiten einer Gefäßerkrankung hängt von den Risikofaktoren ab“, so Dr. Sorges. „Durch Reduktion oder gar Ausschalten von  Risikofaktoren kann sowohl das Fortschreiten als auch das Auftreten von Folgeerkrankungen vermieden werden. Inwieweit eine Rückbildung von Gefäßverkalkungen möglich ist, wird in wissenschaftlichen Kreisen noch diskutiert.“ Selbstverständlich steht der Referent im Anschluss an den Vortrag zu dem gern genutzten Gedankenaustausch sowohl für Fragen als auch zur Diskussion zur Verfügung.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist wie immer frei.

BU: Chefarzt  der Med. Klinik I, Kardiologie/Angiologie im St. Ansgar Krankenhaus Höxter, Dr. med. Eckhard Sorges.

Foto: Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH