Anspannung am Wohnungsmarkt

Bielefeld. Preisgünstige Mietwohnungen sind in Bielefeld zunehmend schwerer zu finden. Auch für öffentlich geförderte Mietwohnungen ist die Nachfrage größer als das Angebot. Gleichzeitig sind Eigenheime und Eigentumswohnungen weiterhin sehr gefragt. Das sind zentrale Ergebnisse des
neuen Bielefelder Wohnungsmarktbarometers 2014, das jetzt vom Bauamt vorgestellt wurde.

Seit 2001 befragt das Bauamt in jedem Frühjahr über 100 Architekten, Projektentwickler, Wohnungsunternehmen, soziale Einrichtungen und andere
Akteure zur Lage am Bielefelder Wohnungsmarkt. Das Barometer zeigt eine aktuelle Einschätzung des lokalen Marktes aus Sicht der Fachöffentlichkeit.

„Der Wohnungsmarkt spannt sich im preiswerten Mietsegment nach Einschätzung der befragten Akteure zunehmend an“, sagt Jens Hagedorn vom Bauamt der Stadt Bielefeld. Er fährt fort: „Diese Entwicklung wird für die kommenden drei Jahre noch deutlicher beurteilt“. Aber auch Eigenheime und  Mietwohnungen im mittleren Preissegment sind weiterhin gefragt. Für Eigentumswohnungen sieht es dagegen etwas ausgewogener aus als im Vorjahr.

Das Investitionsklima stellt sich insgesamt am Bielefelder Wohnungsmarkt gut dar. Am besten wird zurzeit der Erwerb von bestehendem Eigenheimen
eingeschätzt gefolgt vom Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen.

„Die Kosten und besonders die Verfügbarkeit von Bauland sind im Eigentumsmarkt und im Mietwohnungsbau das größte Investitionshemmnis“,
ergänzt Norbert Metzger, Abteilungsleiter der Wohnungsbauförderung im Bauamt. Die Finanzierungsbedingungen sind weiterhin optimal, die Zinssätze für
Baudarlehen auf historisch niedrigem Niveau. Hinzu kommen vielfältige Förderangebote im Bereich der Wohnraumförderung mit zinslosen Darlehen und
Tilgungsnachlässen.

Das Wohnungsmarktbarometer 2014 gibt es kostenfrei in der Bauberatung des Bauamtes, Wilhelmstraße 3, oder im Internet auf www.bielefeld.de .