Alkoholpräventionsprojekt „Gütersloh zeigt dem Rauschtrinken die rote Karte“

Hingucker der besonderen Art: Auf Plakaten und Motivkarten, die von Jugendlichen aus drei Gütersloher Jugendzentren entwickelt und mit gestaltet wurden, wird eindrucksvoll vor den Folgen von „Alkohol bis zum Abwinken“ gewarnt. Ein gemeinsames Projekt von Stadt und Caritas im Kreis Gütersloh. Schirmherrin ist Bürgermeisterin Maria Unger. Foto: Stadt Gütersloh

Hingucker der besonderen Art: Auf Plakaten und Motivkarten, die von Jugendlichen aus drei Gütersloher Jugendzentren entwickelt und mit gestaltet wurden, wird eindrucksvoll vor den Folgen von „Alkohol bis zum Abwinken“ gewarnt. Ein gemeinsames Projekt von Stadt und Caritas im Kreis Gütersloh. Schirmherrin ist Bürgermeisterin Maria Unger. Foto: Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Der Alkoholkonsum von Jugendlichen ist nicht nur aus gesundheitlicher Sicht bedenklich, sondern kann auch andere Gefahrensituationen wie Unfälle, Gewalterlebnisse und  Übergriffe zur Folge haben. Alleine 2011 wurden laut DAK im Kreisgebiet Gütersloh 114 junge Menschen zwischen zehn und 19 Jahren mit der Hauptdiagnose Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. 

Die Stadt Gütersloh und die Fachstelle für Suchtvorbeugung des Caritasverbandes für den Kreis Gütersloh e.V. setzen nun ein Zeichen gegen jugendliches Rauschtrinken. Unter dem Motto „Gütersloh zeigt dem Rauschtrinken die rote Karte“ kreierten Jugendliche aus Gütersloher Jugendtreffs eine Motivkartenserie. Ziel dieses Projektes ist es, die Gefahren des exzessiven Alkoholkonsums zu verdeutlichen und auf die regionalen Hilfsangebote hinzuweisen.

Von Jugendlichen für Jugendliche – die jungen Frauen und Männer aus den Gütersloher Jugendtreffs Don Bosco, Bahnhof Avenwedde und Scream entwarfen eine Serie von alkoholpräventiven Motivkarten inklusive Motivvorlagen und Bildunterschriften. Sie setzten sich intensiv mit den Gefahren von Rauschtrinken auseinander und spiegeln auf den Motivkarten die Haltung der Stadt Gütersloh dazu wider.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ vom 25. Mai bis zum 2. Juni stellen die Stadt Gütersloh und die Caritas Sucht- und Drogenhilfe das Präventionsprojekt vor.

Hintergrund der Aktion war eine Anregung des Fachbereichs Ordnung und der Caritas Fachstelle für Suchtvorbeugung an den Sicherheitsrat der Stadt Gütersloh, angemessene und öffentlichkeitswirksame Ideen zu entwickeln, wie man dem jugendlichen Rauschtrinken begegnen kann. Ziel ist es, ein geeignetes Kommunikationsmittel für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Ordnung zu entwickeln, die auf alkoholisierte Jugendliche im öffentlichen Raum treffen.

Die Karten werden nun von den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezielt an Jugendliche verteilt. Außerdem liegen sie an verschiedenen Jugendtreffpunkten im Stadtgebiet, zum Beispiel in Jugendhäusern, Schulen und Gastronomiebetrieben zur Mitnahme aus. Los geht es am Mittwoch, 29. Mai, bei der Abschlussveranstaltung der Aktionswoche auf dem Berliner Platz. Einen Tag zuvor, am Dienstag, 28. Mai, findet eine Fortbildung für städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt, die im Umgang mit alkoholisierten Jugendlichen sensibilisiert werden. Dabei spielt die Motivkarte als Kommunikationselement eine zentrale Rolle.