Aber das Leben geht weiter

Karin-Kaper_1Detmold. In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Detmold zeigt die Regisseurin Karin Kaper in der Filmwelt, Langestr. 74, am 14. Mai um 18 Uhr den Kinodokumentarfilm „Aber das Leben geht weiter“ – einen Film über Flucht, Vertreibung und Neubeginn.

Ende des Zweiten Weltkrieges kreuzen sich auf dramatische Art die Wege einer deutschen und einer polnischen Familie. Der polnischen Familie, die 1940 von der sowjetischen Armee aus den Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde, wird im Sommer 1945 der Hof der deutschen Familie zugesprochen. Nach der endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946 findet sie in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat.

In dem Dokumentarfilm von Karin Kaper setzen jeweils drei Frauen der polnischen und der deutschen Familie aus verschiedenen Generationen bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung. Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren, er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute. Er berichtet warmherzig und ruhig, aus dem Blickwinkel persönlich betroffener Frauen über den Verlust der Heimat und verzichtet dabei auf jede Gewaltdarstellung.

Der Film wurde gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Eintritt: 7,00 €, ermäßigt für Schüler/innen und Behinderte 6,50 €.