Rote Bäckchen im Kloster Dalheim

_DALHEIM-Apfeltag
Sortenkenner: Wer noch nicht weiß, was in seinem Garten reift, der kann beim Dalheimer Apfeltag auf Hilfe des Pomologen Hans Joachim Bannier hoffen. Er bestimmt die Sorten der Äpfel, die die Besucher aus ihren Gärten mitbringen können. (Foto: LWL/Christiane Wabinski)

Lichtenau-Dalheim (lwl). Sie haben klangvolle Namen wie „Paderborner Seidenhemdchen“, „Schöner aus Oesdorf“ oder „Cadillac“. Aber trotzdem führen diese Obstsorten was ihre Bekanntheit betrifft ein Schattendasein. Noch! Wer jetzt eine Obstsorte im Garten findet, über deren Namen er noch spekuliert, kann am Sonntag, 19. Oktober, im Kloster Dalheim Klärung finden.

Zum Thementag „Apfel“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur stellt der bundesweit bekannte Pomologe Hans Joachim Bannier von 13 bis 17 Uhr den Besucherinnen und Besuchern sein Wissen zur Verfügung und bestimmt mitgebrachte Äpfel und Birnen aus ihren Gärten. Er empfiehlt, drei typische, reife und madenfreie Früchte einer Sorte mit Stiel, von der Sonnenseite des Baumes, mitzubringen. Hilfreich sei auch ein frisches Blatt oder ein Foto des Baumes mit Früchtebehang. „Vielleicht“, so hofft die Referentin für Museumspädagogik im Landesmuseum Dr. Christiane Wabinski, „ist unter den mitgebrachten Äpfeln der Region auch noch das ein oder andere in Vergessenheit geratene Klosterobst zu finden wie z.B. Bürener Zitronenapfel, Elsener Rosenapfel, Geseker Klosterapfel, Wünnenberger Zuckerapfel sowie die Libori- oder Heinrichsbirne.“

In einem exklusiven Rundgang führt Gärtner Andreas Bogel unter dem Motto „Pastorenbirne und Fürstenapfel“ um 15 Uhr entlang der Dalheimer Obstbäume über das Klostergelände. Kinder verarbeiten von 15 bis 17 Uhr die im Klostergarten selbst gepflückten Äpfel mit einer Handpresse zu Saft. Anschließend lassen sie sich den frisch gepressten Apfelsaft schmecken. Im Klosterwirtshaus stehen von 11 bis 18 Uhr Himmel und Erde und andere leckere Apfelgerichte auf der Speisekarte.

Die Teilnahme an einer öffentlichen Führung kostet 2,50 Euro pro Erwachsenem. Bei der Teilnahme am museumspädagogischen Programm fallen Materialkosten in Höhe von 2 Euro pro Kind an. Pro Sortenbestimmung wird ein Unkostenbeitrag von 1,50 Euro erhoben.