33. ADAC Reckenberg Rallye wieder ein voller Erfolg

Bieg

Rheda-Wiedenbrück. Michael Bieg/Jasmin Noll im Mitsubishi Lancer (Titelbild) heißen die strahlenden Sieger der 33. Ausgabe der ADAC Reckenberg Rallye des MSC Wiedenbrück. „Ich weiß garnicht was ich sagen soll. Sieben Mal bin ich hier angetreten und jedes Mal mehr oder weniger knapp geschlagen nach Hause gefahren. Jetzt hat alles gepasst und endlich habe ich diese tolle Rallye gewonnen“, so Michael Bieg im Ziel.

Bis dahin hatten er und die insgesamt 135 Rallyeteams ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen. Der Wettergott ließ am Freitagabend schon einmal mit heftigen Regenschauern und Gewitter seine Muskeln spielen. Am Samstagmorgen folgte dichter Nebel und während der Rallye lieferten sich Sonne, Gewittergrollen und Regenschauer ein wechselvolles Spiel. So profitierte mal der eine mal der andere Teilnehmer von den Gegebenheiten auf den sechs Wertungsprüfungen.

Zunächst starteten am Reckenberg Berufskolleg in Wiedenbrück um 11.46 Uhr die 41 Historic-Teams zu ihren sechs Gleichmäßigkeitsprüfungen. Die Teams mussten auf den insgesamt 35 Kilometer jeweils vorgegebene Soll-Fahrtzeiten auf die Hundertstelsekunde genau einhalten. Hier setzte sich mit einer fabelhaften Abweichung von minimalen 0,50 Sekunden das Team Manfred und Rainer Adolfs im Porsche 911T gegen Christian und Marion Görke (Ford Escort RS 2000) sowie Hans-Jürgen und Karin Pfohe (Opel Corsa GSi) durch. Rainer Adolfs im Ziel: „Eine Super-Veranstaltung, super organisiert, das unterstreicht auch die hohe Starterzahl. Wir haben so ein gutes Ergebnis noch nie eingefahren.“ Manfred Adolfs ergänzt: „Den zahlreichen Zuschauern entlang der Strecken wurde guter Motorsport geboten und wir kommen in 2015 wieder.“ Die heimischen Vertreter mussten sich weiter hinten anstellen und Ulrich Weltken/Hartmut Löppenberg (Mitsubishi Lancer) waren mit einer Abweichung von 1,37 Sekunden auf Platz 12 das beste heimische Team.

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Das Team Adolfs beim Oldtimerrennen

Jetzt folgt der Blick auf das Feld der Schnellfahrer. Mit 94 Startern war das Feld um 13.01 Uhr auf die Reise geschickt worden. In Herzbrock unterstrich Michael Bieg seinen Siegeswillen und holte seine erste Bestzeit. Dicht gefolgt von Olaf Müller, der im BMW 320is auf die Ansagen der Bielefelderin Stefanie Fritzensmeier vertraute. Vorjahressieger Stefan Göttig zusammen mit Andreas von Skopnik im knallgelben Ford Escort RS 2000 unterwegs folgte auf Platz 3. Der erste Durchgang auf dem Flughafen gewann Müller und er übernahm damit zwischenzeitlich die Führung mit 0,7 Sekunden Vorsprung auf Bieg. Auf der dritten Prüfung, dem Rundkurs in Rietberg-Mastholte schenkte Bieg seinen beiden Verfolgern 8 bzw. 19 Sekunden ein. Eine Vorentscheidung um den Sieg war gefallen.

Nach dem Regrouping am Berufskolleg folgte der zweite Durchgang und mit einer weiteren Bestzeit in Herzebrock baute Bieg seinen Vorsprung aus. Göttig konnte auf dem Flughafen eine Bestzeit erzielen, aber sein Rückstand auf Bieg und Müller war schon zu groß. Mit der Bestzeit im zweiten Durchgang auf dem Rietberger Rundkurs setzte Michael Bieg den Schlusspunkt für seinen ersten Gesamtsieg bei der Reckenberg Rallye.

Michael Bieg im Ziel: „Ich bin überglücklich, dass ich hier gestartet bin. Nachdem mein BMW für die Litermont-Rallye nicht fertig geworden ist, haben wir kurzerhand hier unsere Nennung abgegeben und was soll ich sagen, heute hat einfach alles gepasst. Ein großes Dankeschön an Jasmin und das gesamte Team.“ Seine Beifahrerin Jasmin Noll freute sich nach der Siegerehrung und bestätigte: „Michael ist fantastisch gefahren und endlich hat er den lang ersehnten Sieg perfekt gemacht.“

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Bieg und Noll bei der Siegerehrung

Olaf Müller/Stefanie Fritzensmeier erreichten mit 24,4 Sekunden Rückstand das Ziel, waren aber am Ende mit dem 2. Platz zufrieden. Weitere 8 Sekunden dahinter durchfuhren Stefan Göttig/Andreas von Skopnik den Zielbogen und komplettierten damit das Podium.

Bestes heimisches Team wurde trotz kleiner technischer Probleme Holger Knöbel (Wiedenbrück) und Thomas Mönkemöller (Bielefeld) im Volvo 242. Spektakulär wuchtete Knöbel den „Schweden-Bomber“ gekonnt ums Eck. Holger Knöbel im Ziel: „Wir sind mit Platz 6 zufrieden, denn ich hatte zu wenig Zeit, das Auto vor der Rallye zu testen und so gab es u.a. Probleme mit der Bremsbalance.“

Auf Platz 8 erreichten die Rietberger Klaus Niermann/Jürgen Sandmeier im BMW M3 das Ziel. Aufgrund der hohen Startnummer haderten sie mit den unterschiedlichen Wetterbedingungen auf den Prüfungen. Aber als Sieger der Gruppe N zogen sie für ihre Heim-Rallye ein positives Fazit und freuen sich schon auf das neächste Jahr.

Bei den Teams, die um die Youngtimer-Rallye-Trophy fahren, setzte sich Paul Jerlitzschka zusammen mit Co-Pilot Dietmar Moch im Ford Sierra Cisworth klar durch.

Ein alter Bekannter und quasi Dauerstarter bei der Reckenberg ist Michael Winnen und er fuhr zusammen mit Miron Sernecki im Mitsubishi Lancer den Sieg in der Gruppe G heraus.

 Fotos: Der Veranstalter