14.08. & 15.08.2015 — Stemweder Open Air Festival

Stemweder Open Air 05Stemwede. 39 Jahre „Umsonst & Draußen“ im Zeichen der Kuh und kein biss­chen leise. Wohl kein „Umsonst und Draußen Fes­ti­val“ in Deutsch­land hat so oft stattge­fun­den. Mit­tler­weile ist es eines der größten Fes­ti­vals dieser Art in Nord­deutsch­land. Das STEMWEDER OPEN AIRFESTIVAL geht in diesem Jahr am 14. und 15. August in die näch­ste Runde. Eine lange Zeit, auch für die uner­müdlichen Helfer des ver­anstal­tenden Vere­ins für Jugend, Freizeit und Kul­tur in Stemwede e.V. (JFK), die zum Teil seit der ersten Stunde dabei sind. Aber ans Aufhören denken sie keineswegs. Kein Wun­der: Die Alt­dame unter den Open Air Fes­ti­vals erfreut sich größerer Beliebtheit denn je. Jährlich pil­gern tausende Besucher nach Stemwede. Auch in diesem Jahr wird das Ilweder Wäld­chen im fast ganzjährig idyl­lisch wirk­enden Stemwede wieder Kopf ste­hen. Das über­re­gional bekan­nte Fes­ti­val ver­dankt seine Attrak­tiv­ität vor­wiegend der wun­der­baren und unkom­merziellen Atmo­sphäre sowie seines viel­seit­i­gen Ange­bots. Ein buntes Treiben mit einem ganz eige­nen Charme.
Das Fes­ti­val wird, weniger denn je, alleinig als Konz­ertevent ver­standen. Konzept des Fes­ti­vals ist ein Gesamt­spek­takel, das sich aus vie­len kleinen Rah­men­ver­anstal­tun­gen zusam­mensetzt, die unter­schiedliche Alters– und Kul­tur­grup­pen in das Fes­ti­val ein­binden.
Schon ein Marken­ze­ichen des Stemweder Fes­ti­vals ist seine außeror­dentliche musikalis­che Band­bre­ite die von Rock, Indie, Reg­gae, Pop, über Punk bis hin zu Metal und Folk reicht und die immer wieder zum Gelin­gen der Ver­anstal­tung beiträgt. Mit der Wald­bühne und der Wiesen­bühne gibt es zwei Büh­nen mit 24 hochin­ter­es­san­ten Bands. Daneben gibt es seit eini­gen Jahren noch das „Son­nen­sys­tem“, das mit seiner Akustik– und Kleinkunst-Stage das Gesamt­pro­gramm abrun­det.
Die Wald­bühne ist immer für eine musikalis­che Über­raschung gut. Bands wie „Beat­steaks“, „Sport­fre­unde Stiller“, „Donots“, „Jupiter Jones“ oder „Ket­car“ spiel­ten dort schon als noch kaum jemand von ihnen Notiz nahm. Auch dieses Jahr gibt es ein vielver­sprechen­des Pro­gramm mit nationalen und inter­na­tionalen Bands.
Top Act in diesem Jahr sind: „Feine Sahne Fis­chfilet“. Deutsch­lands vielle­icht wichtig­ste Punk Band klin­gelt mit ihrer neuen Platte „Bleiben oder gehen” an den Pforten des Wahnsinns und den Toren der Leg­ende. Ihre Konz­erte sind eine Mis­chung aus Kinderge­burt­stag, Ini­ti­a­tion­sri­tus für Kid Punks von einer der besten Live­bands die zurzeit jede (JEDE!!!) Bühne Land auf Land ab bespie­len und ehrlichen, klu­gen Geschichten — vor­ge­tra­gen von einer der bemerkenswertesten Fig­uren, die die deutsche Musik­szene zu bieten hat. Dazu diese Musiker, die es einge­spielt schaf­fen, Soul und Punk zusam­men zu führen; die auf der Bühne ste­hen wie eine Schrankwand. Diese Band hat alles was eine Band braucht, um zur Leg­ende zu wer­den. Heute aufs Konz­ert gehen und in 20 Jahren sagen „die hab ich damals schon live gese­hen!“
„Sexto Sol“ mit Musik­ern aus Mexiko, Venezuela, Por­tu­gal und Deutsch­land überzeu­gen seit 2000 mit einer gradlin­i­gen und extrem tanzbaren Melange aus Ska, Rock, Reg­gae und lateinamerikanis­chen Rhyth­men. Beim multi­na­tionalen Achterges­pann tre­f­fen dicke Bläser­sätze auf energiege­ladene Vocals, eine man­is­che Schwei­ne­orgel auf eine räudige Gitarre. Hier gibt es High­speed Latin Ska mit gehöriger Rock-Kelle und dampfenden Reggae.

Stemweder Open Air 04Bei „The Major­ity Says” aus Schwe­den kann man sich auf den geheimnisvoll-schönen Indie-Pop mit eingängi­gen Pop-Melodien freuen, die teils mystisch-dunkel, teils opti­mistisch treibend daherkom­men. Vor­ge­tra­gen von der beza­ubern­den Front­frau Han­nah Anton­s­son. Die Skan­di­navier verza­ubern ihre Hörer mit magis­chen Melo­dien und verblüf­fenden Vocals. Ein außergewöhn­licher Pop-Sound, der Indie und Main­stream gle­ich­w­er­tig vere­int.
„The Baboon Show” rocken Stemwede! Die Band aus Stock­holm ist mit­tler­weile einer der besten und energiege­laden­sten Live­acts Schwe­dens. Ein irrer Mix aus Punk, Glam, Rock’n’Roll und Hardrock mit straighter Rock­gi­tarre, kerni­gen Drums und der einzi­gar­tig rock­i­gen Sän­gerin Cecilia. „The Baboon Show“ spie­len durch­weg Hits – mal rohe Punkrock-Songs, mal pure Hardrock­songs, die auch ohne durchge­drück­tes Gaspedal rocken wie Sau.
Die 5-köpfige kolumbian­is­che Band „Skamp­ida“ präsen­tieren mit Ihrem Rock-Mestizo einen wilden Mix aus Reg­gae, kolumbian­is­cher Folk­lore, Cumbia, HipHop und Rock. Mit Ihrer ener­getis­chen Live Show brachten sie es bere­its zu zahlre­ichen Nominierun­gen in Südamerikanis­chen Musikzeitschriften und Wet­tbe­wer­ben als beste Live Band und beste Ska-Reggae Band Kolumbi­ens.
Daneben gibt es auf der Wiesen­bühne wieder ein hochkarätiges New­com­er­pro­gramm. „Mol­l­lust“ aus Leipzig spie­len eine einzi­gar­tig indi­vidu­elle Mis­chung aus Klas­sik und Metal und haben mit ihrem Opera Metal kräftig Staub aufgewirbelt. Die vier Damen und drei Her­ren von „Mol­l­lust“ verbinden san­fte Stre­icher mit harten Gitar­ren, klas­sis­chen Gesang mit kerni­gen Doublebass-Schüben und Bal­lk­lei­der mit Head­ban­gen.
„WirMas­chine“ spie­len deutschsprachi­gen Pop mit Bläsern, der gute Laune ver­bre­itet. Tanzbare Musik muss nicht zwin­gend elek­tro­n­isch sein. Den Beweis liefert die Gitarren-Akustik-Brass-Pop-Band aus Kiel. Seit 2011 knüpfen sie einen fliegen­den Klangtep­pich aus swin­gen­den Rhyth­men, kecken bis leicht düsteren Tex­ten und mitreißen­den Melo­dien, die zum Mitsin­gen und –tanzen ein­laden.
„Insol­vent Insom­ni­acs“ vere­inen treibende Ska– und läs­sige Reggae-Offbeats mit kraftvollen Bläser-Riffs und energiege­lade­nen Rock-Passagen. Eine Prise Polka– und Balkan-Beats machen das Ganze zu einem abwech­slungsre­ichen, aber stets tanzbaren Stil-Mix.
„The Low Fly­ing Ducks“ sind eine junge Folk-Blues Band aus Ham­burg und Berlin. Ihre mal stampfenden, mal treiben­den Songs erzählen Geschichten aus dem Tage­buch des Lebens – zwis­chen Glanz und Rost. Mit ihren vie­len Ein­flüssen und Instru­menten verbinden sie gelassene Folk­songs mit bis­sigem Blues-Rock. Rhodes, Gitar­ren, Trompete und Akko­rdeon spin­nen ein feines Netz, das jeden Zuhörer ein­fängt und ihn so schnell nicht mehr loslässt.
Auch dieses Jahr gibt es wieder an bei­den Tagen im DJ– Zelt Musik bis zum hell wer­den. Das „DJ-Team Herr Müller“ legt am Fre­itag alles auf was rockt. Und das rockt!!! Am Sam­stag legt das „Muppet-DJ-Team“ Hiphop, Triphop, Metal, Hard­core, Indipen­dent, Elek­trop­unk, Rock, Reg­gae, Punk, Ska, usw. auf.
Aushängeschild des Stemweder Open Air ist ein­mal mehr sein viel­seit­iges Rah­men­pro­gramm und da hat sich einiges getan. Seit eini­gen Jahren gibt es als neue Area das Son­nen­sys­tem. Fre­itags und Samstag-Nachmittag ist dort Singer/Songwriter-Zeit mit ver­schiede­nen inter­es­san­ten Kün­stlern. Abends öffnet der Dance­floor mit Elek­tro und House.

Line up zum 39. Stemweder Open Air Festival

Fre­itag, 14. August

Wald­bühne

18:00 Uhr: Schafe & Wölfe – HipHop, Elek­tro, Pop
19:30 Uhr: The Major­ity Says (SWE) – Indie-Pop
21:15 Uhr: The Baboon Show (SWE) – Rock
23:00 Uhr: wird noch bekannt gegeben
01:00 Uhr: Skamp­ida (COL) – Ska

Wiesen­bühne

17:45 Uhr: The Trash Tem­plars — Garagepunk
19:00 Uhr: Blood­Vale — Thrash/Speed Metal
20:15 Uhr: Benst — Rock
21:45 Uhr: Insol­vent Insom­ni­acs — Ska
23:15 Uhr: From Wil­lows — Post Metal

Sam­stag, 15. August

Wald­bühne

14:00 Uhr: Mighty Mam­mut Move­ment – Reg­gae, Ska, HipHop
15:45 Uhr: La Con­fi­anza – Crossover
17:30 Uhr: Kmpf­sprt – Indie-Rock, Punk
19:15 Uhr: Sexto Sol – Latin-Ska
21:00 Uhr: Swiss & die Andern – HipHop
22:45 Uhr: Feine Sahne Fis­chfilet – Punk
00:30 Uhr: Tubbe – Elektro

Wiesen­bühne

15:00 Uhr: Who’s Pin­ski — Singer/Songwriter, Rock
16:30 Uhr: The Low Fly­ing Ducks — Folk-Blues
17:45 Uhr: The Crack­lins — Indie-Rock
19:00 Uhr: WirMas­chine — Akustik-Brass-Pop
20:45 Uhr: Domi, bade! — Singer/Songwriter, Rock
22:15 Uhr: Mol­l­lust — Opera Metal
23:45 Uhr: Iron Wal­rus — Metal, Doom, Sludge

Fotos: Impres­sio­nen des Fes­ti­vals; © JFK