1000 Besucher auf dem Wesertor Sommerfest

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Alfred Loschen (3. Platz), Matthias Beier (3. Platz), Gregor Iwaszkiewicz (Schwiegervater des Zweitplatzierten), Bürgermeister Michael Buhre, Lena Arendmeyer (Stadt Minden) (hinten v.l.), Maria Sotirova, Tobias Schröer (2. Platz) und Christoph Leiter (1. Platz) (vorne v.l.) bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs.

Minden. Walkacts, ein Kinderzauberer, historische Führungen und Kletteraktionen lockten am vergangenen Samstag (15. September) rund 1000 Besucher zum Wesertor Sommerfest auf den Johanniskirchhof. Getreu dem Motto „Der Sommer wird bunt!“ hatte die Stadt Minden zusammen mit Partnern und Sponsoren ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Anlass der Veranstaltung war die gemeinsam mit dem Hamburger Investor ECE geplante Entwicklung des Wesertor-Quartiers im Rahmen der am 4. Juni gestarteten Bürgerbeteiligung „Minden gestalten – Gemeinsam Tore öffnen“. Ziel des Verfahrens ist die Integration eines Einkaufscenters in das Quartier.
„Will man ein Areal entwickeln, muss man den Blick auf seine Potentiale richten“, betonte Bürgermeister Michael Buhre in seiner Begrüßung der Gäste. Genau dazu sollte das Fest auf dem Johanniskirchhof im Zentrum des Wesertor-Quartiers verhelfen. „Wir wollten den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, wie schön dieses Quartier ist – vor allem wenn es durch Menschen, ja, durch Familien belebt wird“, so Maria Sotirova, stellvertretende Projektleiterin beim Center-Entwickler ECE.
Wichtiger Höhepunkt des Fests war die Verkündung der Gewinner des Fotowettbewerbs „Perspektiven – mein Blick in das Wesertor-Quartier“. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur gemeinsamen Entwicklung des Wesertor-Quartiers waren Hobbyfotografen Anfang Juli aufgefordert worden, sich fotografisch mit dem Quartier auseinander zu setzen. Ihren Fokus sollten sie dabei insbesondere auf die Vorzüge des Areals sowie auf bestehende Entwicklungsbedarfe richten. Unter insgesamt 46 eingegangenen Beiträgen traf eine Jury aus Innenstadtakteuren eine Vorauswahl. Aus dieser wählten die Bürgerinnen und Bürger per Online-Abstimmung den Sieger. Der erste Preis ging an Christoph Leiter für seinen kritischen Beitrag „Wie weiterkommen?“. Den zweiten Platz belegte Torsten Weber mit seinem Bild „Blick ins Elend“. Tobias Schröer, Alfred Loschen und Matthias Beier konnten sich gemeinsam über einen guten dritten Platz freuen.
Auch die Besucher des Festes waren eingeladen, ihren „Blick in das Wesertor-Quartier“ zu richten. Gelegenheit dazu, den Johanniskirchhof aus der Vogelperspektive zu betrachten, bekamen sie an dem rund sieben Meter hohen Kletterturm sowie bei einer Abseilaktion von dem Johanniskirchturm. Einblicke in die historische Entwicklung des Quartiers gewährte Jörn Kißing von der Minden Marketing GmbH während drei historischen Führungen. Immer wieder überraschte das Walk-Act-Trio „Spek Spek“ die Besucher mit Improvisationstalent und waghalsiger Artistik. Die Combo „Samba Raio“ sorgte mit Trommeln, Percussion und Rasseln für fetzige Rhythmen und gute Stimmung, während der Kinderzauberer Jacob Hiese das junge Publikum mit Zauberstab und Kartentricks in seinen Bann zog. Am Spielmobil erwarteten die jüngsten Gäste Ballonkünstler, Großspielzeuge und eine Schminkaktion.
Auch Anlieger des Johanniskirchhofes – darunter der Treffpunkt Johanniskirchhof, Radio Westfalica und das Kulturzentrum BÜZ – unterstützten das Sommerfest mit eigenen Aktionen. Der Treffpunkt Johanniskirchhof beteiligte sich mit einer Tanzperformance und einer historischen Modenschau an dem Programm. Radio Westfalica öffnete Studio und Redaktion für einen „Tag der offenen Tür“ und veranstaltete eine Tombola auf dem Kirchplatz. Im Kulturzentrum BÜZ konnte das Fest schließlich musikalisch ausklingen: Isaak Guderian, Finalist von Radio Westfalicas Gesangscontest „Sing a Song 2012“, überzeugte mit starker Stimme. Anschließend spielte Benjamin Sazewa mit seiner Band „Just Music“ Jazz-Pop, während „The Pottytrained-Boys“ das Publikum mit Indie-Rock begeisterten.
An einem Infostand hatten die Besucher des Festes den ganzen Nachmittag über Gelegenheit, sich mit Vertretern der ECE sowie der Stadtverwaltung über das Projekt auszutauschen und Fragen zu stellen. „Auch weiterhin sind wir auf Ihre Anregungen und Ideen – ja, Ihre Beteiligung am Planungsprozess – angewiesen“, richtete sich Bürgermeister Buhre an die Gäste. An Möglichkeiten sich einzubringen mangelt es nicht: Am kommenden Donnerstag, 20. September, startet um 18 Uhr die zweite öffentliche Planungswerkstatt im ehemaligen Hertie-Gebäude. Auch online via Facebook oder über das „Forum Wesertor“ können Anregungen diskutiert werden. Weitere Informationen zum Verfahren gibt es im Internet unter www.minden-gestalten.de.

Foto: Stadt Minden