„Wir machen es umsonst – die ehrenamtlichen Helfer“

Stemwede.„Wir machen es umsonst – die ehrenamtlichen Helfer“ ist das Motto, das über dem 35. Stemweder Open Air Festival am 17./18. August schwebt. „Mit diesem Slogan wollen wir darauf hinweisen, dass das Festival von einem Team aus mehr als 300 ehrenamtlichen Helfern getragen wird.

Sie arbeiten ohne Bezahlung und die sind das Festival“, so Annette Engelmann, Vorsitzende des veranstaltenden Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede e.V. (JFK). „Sie haben in über 30 Jahren das Festival zu dem gemacht, was es ist, eines der größten und beliebtesten Umsonst & Draußen Festivals in Norddeutschland. Eine Besonderheit in der Flut von kommerziellen Festivals“.

Wenn die Besucher die Musik auf der Bühne und die Atmosphäre auf dem Festival genießen, dann haben nur die wenigsten eine vage Vorstellung davon, welch einen Aufwand die ehrenamtlichen Helfer in ihrer Freizeit leisten, damit dieser grenzenlose Musikgenuss möglich ist.

Da ist die Auswahl der Musikgruppen nur ein kleiner Teil des Ganzen. In unzähligen Planungstreffen in großer und in kleiner Runde geht es darum, die Infrastruktur für solch ein Festival zu schaffen. Da müssen Camping- und Parkplätze besorgt werden, die umfangreiche Versorgung mit Strom und Wasser muss ebenso organisiert werden wie die Müllentsorgung und die Versorgung der Künstler und Mitarbeiter auf dem Festival. Darüber hinaus sind planende Gespräche mit den Ordnungsbehörden, dem Sanitätsdienst, der Polzei und der Feuerwehr notwendig, um Sicherheit, den ordnungsgemäßen Ablauf und die ärztliche Versorgung zu gewährleisten.

Es sind nicht nur die Musikgruppen auszusuchen, sondern auch Verträge zu schließen und Übernachtungen für die Künstler zu besorgen. Ebenso ist eine Auswahl der Verpflegungsstände und deren Standort zu bestimmen, damit die Besucher während des Festivals ausreichend und gut versorgt sind. Damit die Besucher dann auch wissen, wann das Festival stattfindet und wehr spielt, ist ein entsprechender Flyer zu erstellen, der dann anschließend auch noch großflächig verteilt werden muss. Zur Werbung gehört auch die Pflege des Einladungsservice, denn es werden über 2000 Besucher persönlich eingeladen. Dazu gehört dann auch der Mailverteiler, mit dem die Besucher aktuell über das Festival informiert werden und die Information der Presse.

Bevor das Festival dann losgeht, müssen noch exakte Helferpläne aufgestellt und gefüllt werden, damit es an allen Stellen funktioniert. Und einige Tage vor dem Festival geht es richtig los, wenn viele Helfer schon auf den Festivalplatz strömen und überall mit anfassen. Während des Festivals helfen dann alle. Da ist dann der einfache Helfer, der nur einige Stunden hilft genauso dabei wie die ganz Aktiven, die in drei Tagen gerade mal einige Stunden Schlaf bekommen und sonst immer was zu tun haben. Doch mit Ende des Festivals ist es noch lange nicht vorbei. Schon kurz danach trifft man sich zur Manöverkritik um zu sehen was gut und was schlecht gelaufen ist. Die Erkenntnisse fließen dann gleich mit in die Planungen für das 37. Stemweder Open Air Festival in 2013 ein und es ist klar, dass es die ehrenamtlichen Helfer sind, die das Festival sind – und die machen es umsonst.